Als Dichteanomalie wird das abnorme Verhalten eines Stoffes bezeichnet, dessen Dichte bei abnehmender Temperatur steigt, dann einen messbaren Höhepunkt erreicht und ab diesem Höhepunkt eine sinkende Dichte aufweist. Wasser besitzt dabei (unter Normaldruck) bei einer Temperatur von 3,98°C die höchste Dichte. Diese Anomalie tritt aufgrund eines Zusammenspiels der intermolekularen Kräfte und der Molekülstruktur von Wasser auf. Aufgrund der Dichteanomalie frieren Seen im Winter nicht komplett zu, da die leichtere Eisdecke auf der Wasseroberfläche schwimmt und dadurch das wärmere Wasser (4°C) am Seeboden vor Kälteaustausch mit der kalten Umgebungsluft isoliert.