ca. 3 Minuten

SupraTix und AgilHybrid: Was begutachtete Forschung über digitale Kompetenzentwicklung zeigt

Veröffentlicht von · SupraTix GmbH
Veröffentlicht am

SupraTix und AgilHybrid: Was begutachtete Forschung über digitale Kompetenzentwicklung zeigt

Ein Forschungsbeitrag mit SupraTix-Mitautorenschaft und zwei peer-reviewte Fachartikel aus AgilHybrid zeigen, wie Kompetenzentwicklung, Zusammenarbeit und digitale Geschäftsmodelle zusammenhängen. Ergebnisse, Grenzen und praktische Ableitungen.

Wie werden Menschen und Unternehmen handlungsfähig, wenn sich Geschäftsmodelle verändern? Diese Frage verbindet digitale Weiterbildung mit der Entwicklung neuer Angebote. Ein konkreter wissenschaftlicher Bezug von SupraTix findet sich im Forschungsprojekt AgilHybrid: Tobias Göcke ist Mitautor eines begutachteten Beitrags über eine organisationsübergreifende Lernplattform. Zwei weitere peer-reviewte Fachartikel aus demselben Projekt helfen, die Ergebnisse einzuordnen.

Eine Plattform verbindet Lernen und Geschäftsmodellentwicklung

Trabert und Kollegen beschreiben in ihrer 2024 veröffentlichten Fallstudie eine Plattform aus dem Onlinekurs iCourious und dem Werkzeug iAccelerator. Sie verbindet Lernende unterschiedlicher Organisationen und unterstützt die Entwicklung digitaler und hybrider Geschäftsmodelle. Springer führt Tobias Göcke mit der Zugehörigkeit zur SupraTix GmbH als Mitautor auf. [1]

Dem öffentlich zugänglichen Abstract zufolge profitierten digitale Einsteiger besonders von der Plattform; bereits erfahrene Teilnehmende entwickelten sich von einem guten Ausgangsniveau weiter. Das spricht dafür, Lernangebote am Vorwissen auszurichten. Eine pauschale Erfolgsquote lässt sich daraus nicht ableiten: Der Abstract nennt weder Stichprobengröße noch Effektstärken. Der kostenpflichtige Volltext wurde für diesen Beitrag nicht ausgewertet. [1]

Kompetenzen brauchen einen Arbeitskontext

Beiner und Kollegen untersuchen 2021 Teamkompetenzen für die Entwicklung digital vernetzter Geschäftsmodelle. Der Artikel validiert ein Kompetenzset aus AgilHybrid und beschreibt deutlichen Entwicklungsbedarf in traditionellen Industrieunternehmen. Unternehmen mit entsprechenden Geschäftsmodellen unterscheiden sich unter anderem bei Innovationsbedingungen, Kompetenzen und agilen Arbeitsweisen. Arbeitsbezogenes Lernen und der Austausch zwischen Lernenden werden als geeignete Ansätze eingeordnet. [2]

Für die Gestaltung einer Lernplattform ergibt sich daraus eine praktische Frage: Welche konkrete Aufgabe kann ein Team nach einer Lernphase besser bewältigen? Ein abgeschlossener Kurs allein beantwortet sie nicht. Die genannten Unterschiede zwischen Unternehmen belegen zudem noch nicht, dass eine bestimmte Lernsoftware deren wirtschaftlichen Erfolg verursacht. Dieser Artikel stammt aus dem gemeinsamen Projektumfeld; er ist keine Publikation mit SupraTix-Mitautorenschaft. [2]

Organisation entscheidet mit

Kinkel und Kollegen untersuchen 2023 mit qualitativen und quantitativen Methoden Hürden digitaler Geschäftsmodellentwicklung. Sie betrachten agile Arbeitsweisen, notwendige Kompetenzen sowie Strukturen und Prozesse der Kernorganisation. Die Erkenntnisse entstanden im Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis; ein Personalentwicklungsprogramm bei Wilo dient als Praxisbeispiel. [3]

Die Konsequenz für Digitalisierungsprojekte: Lernangebote sollten mit Zuständigkeiten, verfügbarer Arbeitszeit und realen Entwicklungsvorhaben verbunden werden. Auch dieser Fachartikel ist eine Veröffentlichung aus AgilHybrid, keine von SupraTix verfasste Produktprüfung. Die projektbezogenen Ergebnisse lassen sich nicht ohne weitere Prüfung auf jedes Unternehmen übertragen. [3]

Was wir daraus für die Praxis ableiten

Unsere redaktionelle Ableitung für die Weiterentwicklung von Lern- und Arbeitsumgebungen wie SupraWorx lautet: Mit einer überprüfbaren betrieblichen Aufgabe beginnen, den Kompetenzstand erfassen und Lernen mit der Anwendung verbinden. Drei einfache Prüffragen helfen dabei:

  • Ausgangslage: Welche Aufgabe gelingt heute noch nicht zuverlässig?
  • Anwendung: Welche Arbeitsergebnisse zeigen nach der Lernphase eine Veränderung?
  • Transfer: Bleibt die Verbesserung im Arbeitsalltag bestehen, und welche organisatorischen Bedingungen waren dafür nötig?

Das sind Vorschläge zur Evaluation, keine in den genannten Studien nachgewiesenen SupraWorx-Leistungswerte. Die Veröffentlichungen dokumentieren einen Forschungsbeitrag und liefern Orientierung. Sie ersetzen keine gesonderte Wirksamkeitsprüfung heutiger KI-, Kompetenzmanagement- oder Robotikfunktionen.

Originalquellen und Begutachtung

  1. Trabert, T., Große, C., Beiner, S., Göcke, T., Lehmann, C. & Kinkel, S. (2024): Platform-Based Interorganizational Learning for Business Model Innovation: Case Study AgilHybrid. In: Digital Disruption and Transformation, S. 117–129. Originalveröffentlichung / DOI. Konferenzbeitrag, ISPIM 2022, veröffentlicht 2024.
  2. Beiner, S., Trabert, T., Kinkel, S., Müller, J., Cherubini, E. & Lehmann, C. (2021): Identifikation und Validierung von Teamkompetenzen für die Entwicklung digital vernetzter Geschäftsmodelle. Gruppe. Interaktion. Organisation. 52, S. 227–243. Originalveröffentlichung / DOI.
  3. Kinkel, S., Fara, D. R., Beiner, S. & Janeikis, S. (2023): Organisatorische und personale Hürden bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Zeitschrift für Arbeitswissenschaft 77, S. 270–286. Originalveröffentlichung / DOI, Open Access.

Zur Begutachtung: Das Verlagsvorwort zur Reihe beschreibt ein Begutachtungsverfahren für jeden Beitrag. GIO nennt zwei unabhängige Reviewer je Manuskript; die Zeitschrift für Arbeitswissenschaft sieht zwei Referenten vor. Ein Unternehmensblog ist selbst keine peer-reviewte Publikation.

Quellenstand: 23. Oktober 2026. Auswertung der Verlagsseiten und Abstracts sowie des frei zugänglichen Artikels [3]. Beitragsbild: KI-generierte konzeptionelle Illustration.





SupraTix GmbH oder Partnergesellschaften - Alle Rechte vorbehalten.

Copyright © 2016–2026