Das Wissen unserer Meister lässt sich nicht aufschreiben.
Aufschreiben muss es niemand. Der KI-Interviewer fragt im Gespräch nach – warum, wann nicht, woran erkennen Sie das –, die Beobachtung am Arbeitsplatz nimmt Foto, Video und Sprache auf, und Prozessdaten liefern den Zusammenhang. Was sich nur zeigen lässt, wird gezeigt; der digitale Zwilling macht es später nachvollziehbar. Aus Erzähltem wird ein geprüftes Modul, kein Fließtext.
Unsere Experten haben dafür keine Zeit.
Der Aufwand ist festgelegt: zwei Einheiten von 45 Minuten pro Woche, in der Arbeitszeit, am Arbeitsplatz. Die Nachbereitung übernimmt das System; der Wissensgeber prüft und gibt frei. Über sechs Wochen sind das rund neun Stunden je Person – für die Erfahrung eines ganzen Berufslebens.
Unser Meister geht in vier Monaten. Ist es dafür schon zu spät?
Nein – aber es ist der Zeitpunkt, mit ihm anzufangen. Der Wissensrisiko-Check in Woche 1 setzt die Reihenfolge nach Austrittsdatum: Wer zuerst geht, wird zuerst interviewt. In sechs Wochen entstehen die Module zu den Situationen, die Ihr Werk am härtesten treffen würden – Rüsten, Anfahren, wiederkehrende Störungen. Der Rest folgt, solange der Wissensgeber im Haus ist.
Wird da nicht am Ende überwacht, wer wie arbeitet?
Nein. Erfasst wird Wissen, nicht Leistung: keine Zeiten, keine Stückzahlen, keine Bewertung von Personen. Der Wissensgeber sieht jedes Modul vor der Speicherung und gibt es frei oder nicht. Eine Musterbetriebsvereinbarung schließt Leistungs- und Verhaltenskontrolle aus und regelt Zugriff, Speicherdauer und Löschung – der Betriebsrat ist ab Kickoff dabei.
Was hat der Meister davon, sein Wissen abzugeben?
Er gibt es nicht ab, er bleibt Autor. Jede Antwort des Copiloten nennt ihn als Quelle; die Nachfolger fragen das System statt sein privates Telefon. Für viele Wissensgeber ist das der geregelte Übergang, den sie sich wünschen: Anerkennung für das, was sie aufgebaut haben, und Entlastung in den letzten Monaten vor dem Austritt.
Wem gehören die Wissensmodule – und was passiert bei einem Anbieterwechsel?
Die Module sind Ihr Eigentum. Sie werden EU-gehostet und mandantengetrennt betrieben, trainieren keine fremden Modelle und lassen sich jederzeit in offenen Formaten exportieren. Die Architektur ist modellagnostisch: Das Sprachmodell ist austauschbar, das Wissen bleibt im Werk.